Definition der einzelnen Kategorien.

Okay, es war sicher etwas blauäugig zu denken, dass alle Teilnehmer die gleiche Vorstellung haben, welche Einreichungen für die einzelnen Jahresrückblicks-Kategorien „erlaubt“ sind. Deswegen soll der folgende Beitrag noch einmal den Rahmen der einzelnen Kategorien genauer beleuchten und definieren. Hoffentlich können somit einige unsichere Fragen geklärt bzw. bereits aufgelaufene Anfragen beantwortet werden. Eine Sache noch vorab: Auch wenn die Aktion „Top of the Blogs“ eine ernst zu nehmende und von organisatorischer Seite recht komplexe und ordentlich durchgeführte Angelegenheit ist, soll nicht vergessen werden, dass das Erstellen eines Rückblicks durch die deutsche Musik-Blog-Szene in erster Linie zur Freude und Musikleidenschaft aller Teilnehmer realisiert wird.

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„Bestes Album des Jahres“

Diese Kategorie sollte eigentlich den wenigsten Kopfzerbrechen bescheren. Gesucht werden dabei Alben, die im Jahr 2011 veröffentlicht wurden. In der Regel gilt hierbei das deutsche Release-Datum, d.h. sollte ein Album in z.B. Mexiko schon 2010 veröffentlicht worden sein, in Deutschland jedoch erst im Jahr 2011, kann man es ohne Bedenken in seiner Top-Ten einreichen. Generell liegen die Veröffentlichungen in Deutschland und dem Rest der Welt jedoch nicht in fragwürdig großen Abständen zu einander  – dennoch wird es natürlich gewissenhaft überprüft bei der Auswertung. Wurden von Alben im Jahr 2011 Deluxe-Editionen, Anniversary-Versionen etc. veröffentlicht, sind diese nicht zulässig, soweit sich die erste Veröffentlichung des eigentlichen „Original-Albums“ vor 2011 befindet. Als „Alben“ gelten dabei generell alle Platten, die mehr als fünf Titel mitbringen bzw. eine Spielzeit von mindestens 23 Minuten umfasst. Meistens schaffen es die Künstler jedoch selber zwischen EP und Album zu unterscheiden, so dass dort eigentlich im letzten Jahr auch keine Probleme aufgetreten sind. EPs dürfen demnach nicht als „Bestes Album“ eingereicht werden.

„Bestes Lied des Jahres“

Wie auch beim „Besten Album des Jahres“ gilt hier im Zweifelsfall der deutsche Veröffentlichungstermin. Falls ein Song (z.B. im Fall einer Single- oder EP-Veröffentlichung) zwar im Vorjahr (oder früher) veröffentlicht wurde, sich jedoch ebenfalls auf einer Veröffentlichung eines Künstler/einer Band aus dem Jahr 2011 (z.B. das aktuelle Album einer Band zu dem die Single-Veröffentlichung gehört) befindet, kann er auch als „Bestes Lied des Jahres“ eingereicht werden – weil er ja auch auf diesem Weg im Jahr 2011 veröffentlicht wurde.

„Bestes Musikvideo des Jahres“

Die grundsätzlich einfachste Kategorie ist die des „Besten Musikvideo des Jahres“. Unabhängig vom Veröffentlichungsjahr eines/r etwaig dazugehörigen Albums oder Single ist auch hier einfach nur wichtig, dass das eigentliche Video im Jahr 2011 erschien. Eingereicht werden dürfen aber nur offizielle Videos des Künstlers. Also keine Live-Clips von Festivals, keine Akustik-Sessions in Hinterhöfen, keine Cover-Videos von Teenagern mit Ukulelen, keine inoffiziellen Kunst-Videos etc. Sollte es sich bei dem offiziellen Video des Künstlers/der Band um eine „Live-Auftritts-Performance“-Video à la MTV-Unplugged oder ähnlichem handeln, wird dies natürlich nach Überprüfung ohne Einwände zugelassen.

„Bester Newcomer des Jahres“

Jetzt wird es richtig spanned. Was ist ein Newcomer? Da sich im Netz keine logisch einwandfreie Definition auftreiben ließ, legen wir dieses nun für die „Top of the Blogs“-Kategorie „Bester Newcomer des Jahres“ wie folgt fest: Als Newcomer gelten Künstler (Solo, Duette, Bands oder Spielmannszug-starke Gruppen) die sich irgendwo im Abschnitt von „erste Songs bei Soundcloud hochgeladen“ bis einschließlich „Debütalbum veröffentlicht und die Chartspitze erobert“ befinden. Die Kriterien die erfüllt werden müssen, sind also 1) die irgendwie umgesetzte Möglichkeit an Song-Material der Band zu kommen (sei es über einen Bandcamp-Download, einen Besuch im Plattenladen oder den Erwerb einer handgemachten CD im hauseigenen Künstler-Fanshop) und 2) dass der Künstler maximal sein Debütalbum (inkl. nachgestellter Singleauskopplungen daraus) veröffentlicht hat. Außerdem sollten dieses „Veröffentlichungsaktivitäten“ im Jahr 2011 stattgefunden haben. Die Kategorie ist auch nicht nur auf deutsche Künstler eingeschränkt, auch z.B. eine peruanische Band mit 3-Track-EP kann als Beitrag in die Top-Ten gepackt werden.

„Bester Live-Act des Jahres“

Auch kompliziert stellt sich die letzte Kategorie dar. Es gilt hierbei nicht einzelne Konzerte der Gruppe XY in Heilbronn, Greifswald oder sonstwo (das wird deswegen nicht so gemacht, weil die meisten Künstler ja mehr als ein Konzert pro Jahr geben – die Menge der eingereichten Möglichkeiten wird deswegen ins Unzählbare steigen) auszuwählen, sondern die persönlich empfundenen Live-Qualitäten eines Künstlers im Allgemeinen. Dabei ist es egal, ob man den Künstler im Jahr 2011 auf einem Festival gesehen, einer groß angelegten Welttournee besucht oder in einer nachträglichen TV-Übertragung bewundert hat. Wichtig ist nur, dass (auch wenn man Gruppe XY in Paris oder Peking gesehen hat) Gruppe XY in Deutschland mindestens einen Auftritt absolviert hat, den man sich hätte anschauen können. „Bester Live-Act“ heißt deswegen auch nicht, dass man 2011 eine handvoll Konzerte vom Künstler besucht haben muss, um eine Übersicht seiner langzeitlichen Live-Qualitäten einzuschätzen. Man sollte sich einfach fragen „Welcher Künstler hat mich dieses Jahr bei einem Konzertauftritt voll aus den Socken gehauen“. Diese zehn Namen schreibt man dann nach der „Aus-den-Socken-Hau-Skala“ der Reihe nach auf.

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Generell gilt für die Veröffentlichung von Album und Lied, dass sämtliche Vertiebsformen zulässig sind. Also egal ob nun kostenloser Download, klassisches Album-Format, Schallplatte, Download via mp3-Anbietern (wie amazon, iTunes, etc.) und weiterer Möglichkeiten. Was weiterhin stets und immer gilt, ist die Political Correctness-Form (P.C.) der Kategorien. Das gilt für Newcomer/Newcomerin, Künstler/Künstlerinnen, Musiker/Musikerinnen und alle weiteren Fälle, die im Textverlauf der Übersicht halber weggelassen wurden d.h. man darf auch gerne weibliche Beiträge in sämtlichen Kategorien einreichen – Das ist sicherlich allen klar und deswegen nur als Vorbeugung noch einmal erwähnt.

Außerdem ist auch zu beachten, dass kein Teilnehmer verpflichtet ist, in allen Kategorien Top-Ten-Listen einzureichen. Wenn man sich nur für das beste Album erwärmen kann oder sich nicht mit dem Newcomer-Status rumärgern möchte oder was auch immer, macht man es einfach nicht.

Sicherlich werden jetzt noch einige ganz exotische Beispiele haben, die in den Definitionen nicht beachtet wurden. Sollte dem so sein, könnt ihr wie in allen Frage- und Anfrage-Fällen eine Email schreiben bzw. einfach einen Kommentar hinterlassen.

Foto: Cofrin Library / CC-Lizenz

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11 Gedanken zu „Definition der einzelnen Kategorien.

  1. juliaL49 sagt:

    Wunderbare Erklärungen!

    Aber warum schreibst du bei Newcomer „nicht nur auf deutsche Künstler eingeschränkt“?! Das Internet ist doch international und ich z.B. höre (wissentlich) keine deutschen Künstler. War das Absicht?

    • Martyn Schrøter sagt:

      In einigen Feedbacks per Mail kam die Frage auf, ob sich die Kategorie „Bester Newcomer des Jahres“ nur auf deutsche Künstler beschränkt oder nicht. Das war natürlich weder so gedacht, noch soll es so verstanden werden. Deswegen wurden den Fragenden das auch so in der Email erklärt und in der Definition nur als Hinweis aufgenommen, damit weitere Fragen diesbezüglich schon geklärt sind.

      Du hast es richtig festgestellt, das Internet ermöglicht den Zugriff auf Musik von überall aus der Welt her, deswegen dürfen auch Bands aus Kuba, Sudan, Armenien oder sonst wo her eingereicht werden 🙂

      Das Aufnehmen dieser Information war dahingehend volle Absicht, um etwaige Missverständnisse auszuschließen.

  2. beetFreeQ sagt:

    Bei meiner Zusammenstellung der besten Musikvideos bin ich mir bei einem der Videos nicht ganz sicher, ob es in den Rahmen passt. Es handelt sich dabei um „My Favorite Color“ von Kutiman: http://www.youtube.com/watch?v=nIl4LkHYRkg

    Das Video ist dabei eigentlich der Song, denn Kutiman hat dabei den Song aus verschiedensten Youtube-Videos zusammen gesamplet. Da stellt sich mir jetzt die Frage: Gilt das im Rahmen der Regeln als „offizielles Video“? Und gilt der Song überhaupt, da er ja nur in dieser Video-Form veröffentlicht wurde und ja auch nur aus fremden Samples besteht?

    • Martyn Schrøter sagt:

      Diesen Fall würde ich ganz klar mit einem „JA“ beantworten. Auch wenn es zu dem Stück keine Single oder ein Album gibt, ist es ja immer noch ein Video, welches vom Künstler selbst veröffentlicht wurde.

      In der Kategorie „Bestes Lied“ kannst du es natürlich nicht einreichen. Ich sehe also keine Gründe, die gegen eine Eignung sprechen.

  3. Tom sagt:

    An dieser Stelle mal ein öffentliches Dankeschön an Martyn für die Orga. Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen, war er schon 2009 mit gerade mal 14 Blogs nicht… 🙂

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